Dinslakener Geschichte 1945


Schwarzer Freitag - Kurz vor Kriegsende wird Dinslaken im Bombenhagel zerstört
 

Das Ende des Krieges vor Augen, erleben die Dinslakener den schwärzesten Tag in der Stadtgeschichte: Am 23. März 1945 starten gegen 8:00 Uhr morgens über hundert Maschinen der 9. US-Luftflotte von fünf Flugplätzen in Nordfrankreich mit Kurs auf Dinslaken. Die zweimotorigen Bomber Typs Martin B-26 "Marauder" konnten eine Bombenlast von über zwei Tonnen mitführen. Die leichteren Douglas A-20 "Havoc" und Douglas A-26 "Invader" hatten geringere Kapazitäten. Jedes Flugzeug konnte bis zu 30 Bomben verschiedener Größen tragen. Der Auftrag: Auslöschen von Verteidigungsstellungen bei Dinslaken zur Vorbereitung des Übergangs der alliierten Bodentruppen über den Rhein. Ein besonderter Auftrag galt der Zerstörung des örtlichen Walzwerks.

Die Bewohner der Stadt Dinslaken, überwiegend Frauen, Kinder und ältere Männer, wurden zuvor gewarnt: Allein am 20. März waren 74.000 Flugblätter zur Ankündigung eines bevorstehenden Angriffs mit dem Aufruf zur Kapitulation über Dinslaken abgeworfen worden.

Gegen 9:30 Uhr begann am Schwarzen Freitag das Bombardement, das in mehreren Wellen und in zwei Schichten, eine am Vormittag, eine am Nachmittag, weite Teile der Stadt dem Erdboden gleich machten.

Insgesamt starben an diesem Tag 511 Menschen. Abends waren nicht nur die meisten Wohnhäuser zerstört, sondern auch beide Krankenhäuser, die meisten Kirchen, der Bahnhof und Teile des Walzwerks. Dinslaken wurde zu mehr rund 80% zerstört.

Einen Tag später rücken amerikanische Truppen über den Rhein nach Dinslaken.

Anfang Mai rücken die Amerikaner ab.
Dinslaken gehört zur neugebildeten britischen Besatzungszone.