Sehenswürdigkeiten in der Dinslakener Altstadt
     



 

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Stadtplan Altstadt


Daphne
 


Bronzeskulptur von Kuno Lange

Standort: Vorplatz Museum Voswinckelshof

Material: Bronzeguss, massiv, patiniert, Gewicht ca. 70 kg
               Höhe 90 cm, Breite 60 cm, Tiefe 30 cm

Daphne war eine in der griechischen Mythologie vorkommenden Nymphen. Sie wurde von der Göttin Gaia in einen Lorbeerbaum verwandelt, um sie den erotischen Bemühungen Apollons zu entziehen. Seither gilt Daphne als Symbol der engen Verbindung von Mensch und umgebender Natur. wenn eine Quelle versiegt, wenn ein Baum verdorrt, stirbt auch die Nymphe, die darin ihren Wohnsitz hat .....



 


Verzauberte Nymphe im Lorbeerwald

"Daphne" ist eine Schönheit, anmutig, zart, mit schlanken Armen, schmalen Fesseln, weichen, weiblichen Rundungen. Dynamisch reckt sie ihren bronzenen Leib in die Höhe, als wollte sie die Welt umschlingen. Die vollkommene Pose einer verzauberten Nymphe. Gaia, die Erdenmutter, so heißt es in der Mythologie, hat sie einst in einen Lorbeerbaum verwandelt ‑ um sie vor den Nachstellungen des umtriebigen Gottes Apoll zu schützen. Vor den Blicken Kuno Langes konnte sie sie nicht bewahren. Der Dortmunder Maler und Bildhauer hob die Schöne auf den Sockel. Seine Bronze­Plastik "Daphne" bekommt auf dem Dinslakener Skulpturenweg einen Ehrenplatz. Neben dem Eingang des Museums Voswinckelshof weist sie Kunstfreunden den Weg.

Der Mythos lebt. Dass Kuno Lange ihn neu entdeckt hat, ist kein Zufall: "Ich bin ein Pflanzenfan", so der 51 Jährige. "Daphne ist zugleich ein Symbol für den Menschen in  seiner Beziehung zur Umwelt." Das Vegetative, die Dynamik des Umschlingens, denn das weibliche Prinzip ‑ all das fasziniere ihn, all das habe er in den Arbeitsprozess einfließen lassen. "Alles baut aufeinander auf und wächst, so wie auch ein Baum sich windet", erklärt der Künstler. "Daphne" ist nicht nur gewachsen, sondern wunderbar gediehen. Fasziniert steht der Betrachter vor der 60 Kilogramm schweren und einen Meter hohen Plastik. Und während er noch über, die Metamorphose nachsinnt und zugleich bewundert, wie das Figürliche mit dem Abstraktem verschmilzt, wächst der Drang, ganz sanft eine Hand über die Rinde dieses Lorbeerbaums gleiten zu lassen. "Daphne" lädt dazu ein.

Folkwangschüler Kuno Lange arbeitet seit 1978 als freischaffender Bildhauer und Maler, zuerst in einem Atelier im Bahnhof Hamminkeln. Es folgten Lehraufträge an der Universität Essen. 1992 bezog Lange ein Atelier im Kunsthaus Haven in Oberhausen, seit drei Jahren arbeitet er ir Mülheim‑Heißen.

von RALF SCHREINER

 
 
letzte Änderung: 19.02.05
Interessengemeinschaft Altstadt Dinslaken